Informationsüberflutung und warum wir dafür dankbar sein sollten

Oktober 24, 2008 um 11:01 pm | Veröffentlicht in Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar
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Als Reaktion auf meinen letzten Artikel heute Morgen gab es einen Kommentar hinterlassen, der mich zu diesem Artikel angeregt hat. In dem Kommentar hieß es

„Man fühlt sich erleichtert, wenn man sich von Infostress und „Besitz-Müll“ trennt. Welche Zeiten sind das nur, dass man das sagen können muss?!“

Der Kommentar stimmt absolut, wir haben definitiv eine Info-, reiz- und auch materielle Überflutung, ein Zuviel an sehr vielen Dingen. Und genau dafür sollten wir dankbar sein, sehr dankbar sogar! Warum? ganz einfach. Noch vor 80 Jahren oder so war Informationsüberflutung und ähnliches kein Thema. Auf der einen Seite gab es schlicht und ergreifend nicht die Mittel, lies Technologie, um so viel Infos zu aufzunehmen und zu erhalten. Auf der anderen Seite, und das ist der wichtige Punkt, waren andere Dinge einfach wichtiger. Man musste sehr viel arbeiten und die Familie zu ernähren, um seinen Lebensstandard zu finanzieren usw.

Das wir uns heute solche Probleme wie Informationsüberflutung und ähnliches leisten können bedeutet doch nur, das unsere grundlegenden Bedürfnisse wie Kleidung, Nahrung, Wasser, Gesundheit usw. so gut abgedeckt sind, das wir es uns erlauben können, Energie und Zeit in die Informationsaufnahme usw. zu investieren. Wenn ich ums Überleben kämpfen oder hart und viel arbeiten muss, um mich ernähren zu können und durch zu kommen, dann habe ich für RSS-Over-Flow, Podcasts usw. einfach keine Zeit und keine Energie übrig, sie sind nicht wichtig genug im Vergleich zu den anderen lebensnotwendigen Dingen. Bitte versteht das jetzt nicht falsch, ich sage auf keinen Fall, dass früher alles besser war. Auch will ich damit Menschen die an Burn-Out oder Erschöpfung leiden nicht herab setzten oder deren Probleme verharmlosen. Nein, das auf keinen Fall.

Ich möchte aber zum Nachdenken anregen, denn schlussendlich ist all die Informationsüberflutung ein Luxusproblem erster Güte. das nächste Mal wenn ich wieder über all die Aufgaben und Projekte jammere will ich versuchen mir bewusst zu machen, dass das nur ein Zeichen für meine fast sehr sehr gute Situation ist. Bei allen real vorhandenen Problemen sollten wir doch achtsamer, dankbarer, ehrfürchtiger und bewusster mit alle dem umgehen, was wir haben dürfen und was für uns selbstverständlich ist (im Gegensatz zu sehr vielen anderen Menschen auf diesem Planeten!).

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