Kurzurlaub in München, der Apple Store und nette Zuggeschichten

Dezember 27, 2008 um 9:11 pm | Veröffentlicht in Ausgleich, leben, technik, unterwegs | Hinterlasse einen Kommentar

Heute war ich, wie auch bei Twitter zu lesen war, mal wieder auf einem meiner Kurzurlaube. Ich fahre ja gerne mal für einen oder zwei Tage in eine andere Stadt und mache dort eine Art Kurzurlaub, bin dann weg von meinem bekannten Umfeld, sammle neue Eindrücke und Erfahrungen und genieße auch das Zugfahren, denn ich bin dank Bahncard 50 so gut wie immer per Bahn unterwegs.

Diese Kurzurlaube bringen mir persönlich sehr viel, ich würde fast sagen mehr als ein langer Urlaub. Das wir uns nicht falsch verstehen, ich gehe gern auch mal für eine oder zwei Wochen in Urlaub und lasse die Seele baumeln, doch 1. sind solche längeren urlaube nicht billig und 2. brauche ich dafür Zeit (lies: Urlaub). Da ich bald einen neuen Job beginne wäre die finanzielle Seite sicherlich zu regeln, die Sache mit dem Urlaub ist während der Probezeit, die ersten sechs Monate, aber eher nicht drin.

Vor allem haben diese Kurzurlaube für mich aber drei Vorteile:

1. Ich kann sehr spontan losziehen und mir einfach morgens eine Stadt raussuchen, manchmal hängt es auch einfach davon ab, wo zuerst ein Zug hinfährt. Ich brauche also keine große Planung. Klar mache ich die manchmal, oft habe ich aber, so wie heute, nur ein Ziel für den ganzen Tag und lasse mich den Rest des Tages treiben oder reagiere spontan.

2. Solche Kurzurlaube sind wesentlich öfter möglich als lange Urlaube. Dadurch kann ich öfter mal durchatmen und ganz ehrlich, ein ganzer Tag reicht mir dicke um den Kopf frei zu bekommen und die Batterien aufzuladen, eben weil die gar nicht erst tiefentladen werden, um mal bei der Analogie zu bleiben. Schließlich sind die Phasen zwischen den Ladestopps relativ kurz im Vergleich zu langen Urlauben die nur ein oder zwei mal im Jahr statt finden können.

3. Ich kann, da ich diese Trips ja öfter mache, sehr viele verschiedene Städte kennen lernen und sehr viel neue Erfahrungen und Eindrücke sammeln. Außerdem lerne ich so viele neue Menschen kennen, gerade auch in der bahn mit ihren tollen Verspätungen und Problemen. Das toll ist bewusst nicht in Anführungszeichen gesetzt, das war keine Ironie sondern ernst gemeint, ich finde es, wenn ich keinen Termindruck habe, wirklich toll, wenn nicht alles nach Plan läuft. 🙂

Okay, so viel mal zum Grundsätzlichen. doch wie war denn nun der heutige Kurzurlaub? Erst mal eines: ich bin nicht so der Fotomensch, daher habe ich auch nur ein einziges Bild geschossen, vom Applestore, und das ist den dutzenden anderen Applestore Bildern so ähnlich, dass es sich wirklich nicht anzuschauen lohnt.

Aber okay, ich war heute in München, zum einen weil ich mal wieder einen Kurzurlaub machen wollte, zum anderen weil ich die Stadt lange nicht mehr gesehen hatte und endlich auch mal den Applestore live, in Farbe und 3D erleben wollte. Also bin ich heute morgen recht früh aufgestanden, so gegen 6.00 Uhr (gähn), und hab mich auf den Weg gemacht. Die Hinfahrt war problemlos, das Finden des Applestores auch, iPhone sei Danke. Es war zwar Popo kalt, wie Thorsten sagen würde, aber ansonsten echt schön. Es war sehr viel los sowohl am Bahnhof als auch in der Stadt, was mich etwas überrascht hat. Okay, es ist der Samstag nach den Feiertagen, trotzdem, hatte ich so nicht erwartet.

Der Applestore war toll, er hat meine Erwartungen zwar nicht ganz erfüllt, war aber trotzdem ein Erlebnis und ich habe alles gefunden was ich gesucht habe und wollte :-). Da freut sich das Geek-Herz doch so richtig ;-). Auch der Applestore war mega voll, das hatte ich allerdings an einem Samstag erwartet, ging sogar relativ gut. Was mich heute wirklich erstaunt hat: Trotz intensiver Nutzung hat der iPHone Akku, sonst ja nicht gerade der Held langer Laufzeiten, sehr gut mitgemacht und hatte sogar noch Saft, der externe Akkupack kam gar nicht zum Einsatz. Nach der erfolgreichen Applestore-Jagd hab ich mich dann noch in München-Ciy umgesehen, das eine oder andere Café besucht und einfach die Ruhe und die Zeit genossen und die Menschen um mich herum beobachtet. Erstaunlich wie viele Menschen es doch extrem eilig haben und traurig, bei wie vielen dabei die Höflichkeit und der Respekt vor anderen auf der Strecke bleibt

Auf der Rückfahrt war der Zug dann wirklich gerammelt voll. 15 Minuten zu spät ist er mit gefühlten 100 Leuten zu viel an Bord losgefahren, folglich habe ich die Rückfahrt im Gang sitzend und stehend verbracht. Das war aber toll, denn dabei habe ich neue, sehr nette Menschen kenne gelernt. Eine junge Frau die auf dem 5 stündigen Weg zu ihrem Freund nach Karlsruhe war und die eine Gelassenheit an den Tag legte, die eindeutig von ihrer Bahn-Routine herrührt, einen jungen Mann der auf dem Weg zum Frankfurter Flughafen war, weil er nach Kanada auswandert und eine junge Frau, die von einer Shoppingtour auf dem Weg nach Hause war. Ich kenne von keinem dieser Menschen den Namen und ich bezweifele stark, dass ich jemals einen von ihnen wieder sehe, aber die knapp drei Stunden Rückfahrt von München nach Stuttgart waren toll und mit sehr netten Gesprächen und neuen Erfahrungen erfüllt.

Alles in allem war der heutige Tag eine wunderbarer Kurzurlaub der mir genau das gegeben hat, was ich gesucht habe. Es war sehr schön und hoch interessant und ganz ehrlich: Ich freue mich schon auf den nächsten Kurztrip, auch, oder gerade weil, ich keine Ahnung habe, wohin es gehen wird. 🙂

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