Schreiben und Qualität

Juli 20, 2009 um 5:37 pm | Veröffentlicht in Schreiben | Hinterlasse einen Kommentar

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Bild von larskflem

In meinem Artikel zu „State of Play – Stand der Dinge“ habe zum Ende hin erwähnt, dass ich einen weiteren Artikel über das Schreiben an sich und vor allem darüber, wie ich dabei Qualität gewährleiste schreiben werde. Heute also der dazu passende Artikel.

Was Schreiben für mich bedeutet habe ich unter anderem hier und hier beschrieben und ausgeführt, daher werde ich hier nicht ausführlich darauf eingehen, Nur so viel: Schreiben ist für mich sehr wichtig, es hilft mir beim Abschalten, ist Ausgleich, „Atmen des Geistes“ um es etwas anders zu formulieren. Schreiben befreit mich, hilft mir beim Denken und beim Ausdrücken meiner Ideen, Gedanken und Meinungen. Ich teile sehr gerne Gedanken mit vielen Menschen. Zum Einen weil es mich selbst immer wieder sehr inspiriert die Gedanken anderer zu lesen, zum Anderen weil ich durchaus der Meinung bin, dass ich Menschen zum Nachdenken anregen kann. Gut, so viel zum Schreiben und seiner Bedeutung für mich, wer mehr wissen will liest sich einfach mal die oben verlinkten Artikel auf diesem Blog durch.

Doch wie versuche ich nun dabei Qualität zu gewährleisten? Es gibt, dass muss ich auch zugeben, natürlich im Netzt und auch im Druckbereich wirklich genug Schrott und qualitativ nicht so gute Angebote und Artikel. Und ja, dass ist immer auch Geschmacksache, es wird sicherlich genug Menschen geben die auch meinen Stil und mein Blog für qualitativ unterirdisch und den letzten Schrott halten. Stimmt, ist okay. Äh, Moment mal, wenn das alles so subjektiv ist, wie soll ich dann bitteschön überhaupt Qualität definieren und gewährleisten?

Es gibt hier meiner Meinung nach zwei Möglichkeiten. Entweder man hält sich an vorgegebene Kriterien von Profis wie z.B. Journalisten oder Reportern oder von Institutionen. Oder, und das ist meine Art damit umzugehen, man legt für sich selbst einen eigenen Anspruch und Kriterien fest und versucht diese einzuhalten.

Und daher hier jetzt meine Kriterien:

1. Wenn es sich um ein Sachthema handelt recherchiere ich im Vorfeld so lange, bis ich verschiedene Ansichten und Meinungen zum Thema gelesen und gehört habe. Erst wenn ich den Eindruck habe, sehr verschiedenen Seiten und Standpunkte zu kennen schreibe ich. Denn es gibt immer sehr verschiedene Meinungen zu einem (Sach-)Thema.

2. Das Thema muss mich persönlich interessieren. Denn nur dann bin ich motiviert und setzte mich bei einem Thema auch wirklich ein. Wenn ich lustlos und gezwungenermaßen etwas schreibe merkt man das dem Ergebnis meistens auch an. Ausgenommen sind davon fachliche Texte im beruflichen Kontext, die schreibe ich natürlich immer konzentriert und so gut als möglich.

3. Das Thema muss nützlich sein. Das bedeutet, dass ich bei dem entsprechenden Thema das Gefühl haben oder der Meinung sein muss, dass es nicht nur mich sondern auch andere Menschen interessiert und vor allem für viele einen Nutzen hat. Also das ein Artikel über das Thema auch anderen, den LeserInnen, euch, etwas bringt und neue Impulse gibt.

4. Last but not least: Ich persönlich muss mit dem Ergebnis zufrieden sein. Das heißt, dass ich den Artikel selbst gern lese und auch selbst lesen würde, wenn er nicht von mir wäre. Habe ich beim Lesen das Gefühle das der Artikel langweilig oder trocken oder sonst irgendwie mies ist, dann muss ich eben noch mal ran und den Artikel überarbeiten bevor ich ihn veröffentliche.

So, das war’s. Nein, dass sind nicht viele Kriterien und ja, die sind alles sehr subjektiv. Nicht alle dieser Kriterien müssen erfüllt sein, nicht alle müssen zutreffen. Aber das letzte Kriterium ist das Wichtigste: ich muss damit zufrieden sein, sonst veröffentliche ich es sicher nicht. Das gilt natürlich nur für meine privaten Texte. Berufliche und fachliche Texte haben natürlich viele Kriterien die vorgegeben sind und natürlich gehe ich an die auch ganz anders ran.

Wie macht stellt ihr denn Qualität sicher? Tipps und Erfahrungen bitte in die Kommentare :-).

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