Sich treiben lassen

August 5, 2009 um 8:45 pm | Veröffentlicht in inspiration, leben | Hinterlasse einen Kommentar

Ich gehe durch die Stadt, lasse mich im Strom der Menschen, im Trubel treiben, folge dem Menschenstrom und der Richtung, die er mir vorgibt. Manchmal steuere ich leicht gegen, wechsele die Straßenseite. ich betrachte die Menschen um mich herum, nehme die verschiedenen Eindrücke auf, spüre die Sonne auf meiner Haut. ganz bewusst nehme ich die Vielfalt an Menschen und Dingen um mich herum wahr, öffne mich und lasse alles auf mich einstürmen.

Da ist ein Mann im Anzug, er hat es eilig, bewegt sich schnell und forschen Schrittes. Hat er noch einen Termin? ist er gehetzt von seinem vollen Kalender und seinen vielen Aufgaben? Ich weiß es nicht, lasse den Gedanken fallen und gehe weiter. Da ist eine Frau mit einem kleinen Hund, sie schlendert scheinbar ziellos vor sich hin, redet ab und zu mit ihrem Hund. Sie wirkt als wäre sie Ende 50, ist dieser Hund ihr Ansprechpartner, hat sie jemand anderen oder ist sie sonst allein? Auch diesen Gedanken lasse ich ziehen, da ist noch so viel mehr. Dort ist ein junges Pärchen, sie gehen Arm in Arm, ihre Hände berühren sich hin und wieder scheinbar wie zufällig. Sie bleiben immer wieder kurz stehen, betrachten die Schaufenster, den Abendhimmel. Sie küssen sich, umarmen sich und sehen glücklich aus. Wird das so bleiben? Sind sie verheiratet oder werden sie es tun? Ich weiß es nicht, geh weiter und lasse den Gedanken los.

Da sind so viele Menschen um mich herum, sie alle haben ein Leben, Ziele, träume. Sie alle haben eine Vergangenheit und eine Gegenwart, die meisten auch ein Zukunft. Auf der Straße rast ein Krankenwagen und ein Notarztfahrzeug vorbei, beide mit Blaulicht und Sirene. Endet womöglich jetzt gerade ein Leben, sind sie auf dem Weg um einem Menschen seine Zukunft zu erhalten? Retten sie einer Familie gerade den Vater, die Mutter?

Auch diesen Gedanken lasse ich los, zu tief und weitgehend ist er heute Abend. Ich genieße das pulsierende Leben um mich herum, folge dem Strom und dem Leben lasse mich treiben. Schließlich bleibe ich stehen, schau der untergehenden Sonne zu und verfolge wie sie langsam hinter dem Horizont verschwindet. Je weniger von ihr zu sehen ist desto mehr tauche ich wieder auf, kehre zurück in die Realität. Ich spüre immer noch das Leben, spüre wie es mich erfüllt. Doch es wird Zeit zurück zu kehren, Zeit nach Hause zu gehen. Ich verlasse den Platz, lasse all die Menschen hinter mir. Doch die Eindrücke und das Leben begleiten mich, bleiben in mir.

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