S21 und Polizeigewalt – das war unnötig, von beiden Seiten

September 30, 2010 um 5:04 pm | Veröffentlicht in leben, persönlich | 4 Kommentare

Wahrscheinlich sollte ich mir diesen Post verkneifen oder zumindest bis morgen warten bis ich ihn online stelle. Nun, das werde ich ganz sicher nicht tun. Als Vorwarnung: das hier ist ein emotionaler Artikel. Dennoch versuche ich, meine Argumentation so sachlich wie möglich zu halten.

Es geht um die Eskalation, die heute bei der Demo gegen Stuttgart 21 geschehen ist.

Die Kurzfassung: vor dem Beginn der Baumfällarbeiten hat sich der Protest natürlich verstärkt. Heute war auch eine, im Vorfeld genehmigte, Schülerdemonstration vor Ort. Während der Demo kam es dann zum Einsatz von Wasserwerfern, Tränengas und Gewalt (Schlagstock, Schläge) durch die Polizei. Ob die Demonstranten wirklich komplett gewaltfrei demonstriert haben weiß ich nicht und wird sich wohl kaum abschließend klären lassen.

Nur um das klar zu machen: ich halte nichts von den Demos und finde sie unnötig und überflüssig. Sie kommen meiner Meinung nach deutlich zu spät. Doch darum geht es nicht.

Die heute eingesetzte Gewalt war ABSOLUT UNNÖTIG und sinnlos! Und das gilt für BEIDE Seiten, Demonstranten und Polizei.

Aus meiner subjektiven Sicht gibt es zwei Hauptverantwortliche für das, was heute passiert ist. Einmal den Idioten der dort KINDER reingeholt hat, zum anderen den Deppen, der WASSERWERFER und TRÄNENGAS einsetzten lässt!

Ich mache weder einzelnen Demonstranten noch einzelnen Polizisten irgendeinen Vorwurf. Auf beiden Seiten wirkt extrem viel Stress, Druck und Gruppendynamik. Natürlich übt ein Demonstrant der von hunderten Gleichgesinnten umgeben und emotional aufgeheizt ist eher Druck aus, als wenn er alleine ist und in Ruhe entscheidet. Genau so klar ist für mich auch, dass Polizisten, so gut sie auch trainiert sind, umringt von vielen schreienden Menschen und unter Druck eher überreagieren, als wenn sie normal mit Einzelnen sprechen.

Ich bin weder S21 Gegner noch Befürworter, kann den Argumenten beider Seiten etwas abgewinnen und denke, dass ein Mittelweg eine gute Idee wäre.

Doch heute geht es um UNNÖTIGE Gewalt, die von beiden Seiten hätte vermieden werden können.

Die Kennzeichnungspflicht für Polizisten, die der Chaos Computer Club schon lange fordert, wird hier wieder sehr aktuell. Diese unterstütze ich eindeutig, dort arbeite ich auch aktiv politisch mit.

Wenn die traurigen Ereignisse heute dazu führen dass diese Pflicht kommt, waren sie nicht völlig sinnlos. Wichtig finde ich persönlich, dass beide Seiten, S21-Gegner und -Befürworter aber jetzt vorsichtiger miteinander umgehen. Nicht politisch, aber in der Realität bei den Demonstrationen. Eine Wiederholung darf es nicht geben. Kommt es doch dazu wäre das für alle Seiten ein trauriger Beweis von Ignoranz und Starrköpfigkeit.

Bei all der Wut: den Verletzten auf beiden Seiten heute beste Genesung und viele Gebete für euch alle.

Werbeanzeigen

Veränderungen im Leben – Veränderungen im Schreiben

September 12, 2010 um 7:29 pm | Veröffentlicht in Ausgleich, Glaube, inspiration, leben, persönlich, philosophie, Schreiben | 1 Kommentar

IMG_0367.JPG

Lange ist mein letzter Post mit der Ankündigung der Artikelserie zur Smartphonesuche her. Die Artikel sind geschrieben, nur veröffentlicht habe ich sie, wie ihr gemerkt habt, noch nicht. Sie passten ganz einfach nicht zu dem Stil, der gerade mein Schreiben bestimmt.

Wer mir auf Twitter und/oder Facebook folgt hat gemerkt, dass ich dort regelmäßig schreibe, Dabei geht es vor allem um die kleinen ,schönen Dinge des Lebens, darum, wie ich mein Leben genieße und was ich für andere Menschen für inspirierend halte.

Die Technikthemen sind in letzter Zeit in den Hintergrund getreten. Nicht was mein Interesse betrifft, wohl aber meine Kommunikation nach außen. Dazu kommt, dass sich auch mein Interesse und mein Umgang mit Technik und Gadgets verändert hat. Während ich noch nicht all zu langer Zeit immer dem neuesten und besten hinterher gehechelt bin merke ich, dass das inzwischen nicht mehr gilt. Jetzt ist es so, dass ich Technik noch mehr verwende als davor, jedoch Wert auf Funktion und Usability lege. Es muss nicht mehr das Neueste sein, im Gegenteil habe ich mich in manchen Bereichen bewusst gegen Neuanschaffungen entschieden und dafür meine „alten“ Geräte wieder verstärkt genutzt. Es geht jetzt nicht mehr darum neu zu kaufen, sondern die bestehende Hard- und Software so gut als möglich zu nutzen und neue Anwendungen dafür zu finden.

Kurz: statt neu kaufen bin ich jetzt auf der ich-mache-so-viel-ich-kann-aus-dem-was-ich-habe-und-werde-lieber-mal-kreativ-und-improvisiere-Schiene unterwegs. Und ich muss ehrlich sagen: das fühlt sich super an! 🙂 Das alles hat sicher auch damit zu tun, dass ich gerade wieder sehr viel Ballast, sowohl innerlich als auch äußerlich, los gewordnen bin und immer noch ausmiste und entrümpele.

Für das Blog bedeutet das: ich werde regelmäßig, zwei oder drei mal die Woche, schrieben. Über welche Themen weiß ich noch nicht, vielleicht überarbeite ich auch meine Smartphone-Artikel und stell die als erstes mal online. Das werde ich ganz spontan entscheiden. Macoholic.de ist mein privates Blog und hier will ich mich nicht limitieren oder auf ein bestimmtes Thema festlegen. Das tute ich schon in anderen Blogs für die ich schreib und vielleicht auch noch schreiben werde.

Wer also damit leben kann, dass das hier kein reines Technik-Blog ist und das hier völlig unterschiedliche Themen behandelt werden, den lade ich herzlich ein, hier mit zu lesen und gerne auch zu kommentieren. Ich freu mich drauf und ich hoffe, dass das auch für euch gilt. Und selbst wenn es niemand lesen würde: mir macht es Spaß und es tut mir gut! 🙂

 

Überraschungen – gut oder schlecht?

April 27, 2010 um 8:41 pm | Veröffentlicht in Ausgleich, Glaube, inspiration, leben, persönlich | Hinterlasse einen Kommentar

Bumm! Zack! – Völlig ohne Vorwarnung, ohne Anzeichen und ohne das es zu erwarten war passiert es – Überraschung! Das etwas nicht nach Plan läuft, anders kommt als gedacht oder sich in eine völlig andere Richtung entwickelt als angenommen, ich denke das passiert jedem und jeder von uns täglich. Und zwar sowohl im positiven wie auch im negativen Sinne.

Nicht alle Überraschungen sind gut, aber ganz gewiss sind auch nicht alle schlecht. Doch oft spielt es gar keine Rolle, welcher Art die Überraschung ist. Viel entscheidender ist doch meistens, wie wir damit umgehen und darauf reagieren. Unvorhergesehen Ereignisse stellen uns immer wieder vor Entscheidung, mit denen wir absolut nicht gerechnet haben und die wir uns oft ersparen wollen. Wenn ich jetzt nur sehe, dass etwas nicht nach Plan lief, etwas schief gegangen ist, ich es nicht geschafft habe, alles genau so zu machen wie ich es wollte, dann ist eine Überraschung, jede Überraschung, negativ.

Wenn ich jedoch sehe, dass sich etwas anders entwickelt als angenommen und mir dann zuerst einmal anschaue, was sich dadurch jetzt verändert und welche Konsequenzen diese Abweichung hat, dann steht ich der Überraschung zunächst neutral gegenüber. Ich will hier nicht so weit gehen zu behaupten das man in jeder Überraschung oder Veränderung die Chance sehen sollte. Sicherlich bietet eine jede Überraschung neue Chancen, aber in der Realität kann zumindest ich nicht unter allen Umständen nach dem positiven suchen. Manchmal ist das einfach gar nicht dran und wäre viel zu schmerzhaft.

Doch neutral an die Sache heran gehen, nicht sofort urteilen, erst einmal die neue Lage bewerten, ist sicher kein Fehler. Wir tun das eigentlich immer, nur eben intuitiv und unbewusst, was völlig okay ist. Doch das bedeutet dann eben, alles zu betrachten, sowohl das positive als auch das negative an einer Überraschung.

Wie komme ich darauf? Heute habe ich mal wieder eine Überraschung erlebt, ein Ereignis, das sich nicht vorher sehen lies. Was sich daraus ergibt und ob das eher positiv oder eher negativ wird kann ich jetzt noch nicht sagen. Doch ich bin offen für jede Entwicklungsrichtung und schau mir das mal an. Bin sehr gespannt darauf. Was mir immer hilft: mein Glaube. So habe ich nämlich die Gewissheit, dass Gott immer schon im Vorfeld da ist und alles lenkt und das er, egal was kommt, seinen Engelschutz und seine Hilfe schenkt.

Bei allen menschlichen Sorgen doch ein sehr gutes Gefühl.

Ruhe = nachdenken

April 18, 2010 um 8:37 pm | Veröffentlicht in Ausgleich, inspiration, leben | Hinterlasse einen Kommentar
IMG_0084.jpg

Wieder ein ruhiger Abend heute. Einige von euch werden es kennen: Es liegt so eine angenehme, irgendwie beruhigende Stille über allem, so als würde sich die ganze Umgebung ausruhen und entspannen.

Solche Momente, ich nenne sie gerne magisch, bringen mich immer zum nachdenken. Dann kommen ganz von selbst Gedanken, Ideen, Fragen, Bilder usw. Meistens schreibe ich sie dann nieder, manchmal lasse ich sie auch einfach nur reifen. Eines aber ist sicher: Sie fühlen sich jedes Mal sehr gut an und ich spüre, wie gut solche Momente tun.

Das bringt mich zu einer wichtigen Frage: Kann es sein das mein, unser aller, Leben zu „laut“ ist? Das wir vielleicht doch zu wenig ruhige und stille Momente haben? Solche Momente sind sicherlich für uns alle wichtig und tun gut. Wäre es denn so schlimm, wenn wir sie bewusst suchen?

Die Frage muss sich jeder selbst beantworten. Sie hat sich mir heute einfach nur gestellt.

« Vorherige SeiteNächste Seite »

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.
Entries und Kommentare feeds.