„Kein Plan überlebt den Kontakt mit der Wirklichkeit“ und warum sich Planung trotzdem lohnt

Oktober 26, 2008 um 10:31 pm | Veröffentlicht in Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar
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Uff! Eigentlich wollte ich heute Abend ganz normal in meinen Salsa-Kurs gehen, doch es kam anders. Auf dem Weg dorthin kam etwas dazwischen und der Abend ganz ganz anders als ich dachte.

Eines hat mir der dann doch sehr anstrengende Abend wieder deutlich gemacht: Ich kann planen so viel ich will, ich habe keinerlei Ahnung oder Sicherheit, dass sich die Zukunft auch so entwickelt wie ich denke, nicht mal Ansatzweise.

Jetzt könnte man natürlich sagen: „Warum dann planen? Kommt doch eh anders.“ Ja, es kann anders kommen, nein, Planung ist deshalb nicht sinnlos. Denn Planung heißt für mich auch: Mir Ziele setzen, Ordnung in meine Gedanken und Aufgaben bekommen, die Richtung für mich festlegen, mich an die wirklich wichtigen Dinge erinnern und danach ausrichten. Der Plan muss deshalb noch lange nicht funktionieren, viel zu oft muss der Plan geändert werden. Doch wie Randy Pausch so schön in seiner „Time Management“ Lecture sagte: „You can not change it untill you have one.“ Soll heißen: Ein bestehender Plan kann und muss geändert werden, doch im Gegensatz zu jemanden der keinen Plan hat kann ich dann von einer vorhandenen Basis ausgehen und tue mir somit leichter, meinen Plan anzupassen und kann dann auch sehr schnell und flexibel reagieren, im Gegensatz zu den Leuten ohne Plan, bei denen neue Dinge durchaus zu Chaos führen können. Und bevor jetzt die flames starten: ich sagte „können“ nicht „müssen“, gelle ;-).

Wie handhabt ihr denn das? Plant ihr oder haltet ihr euch an den Spruch im Titel „Kein Plan überlebt der Kontakt mit Wirklichkeit“?

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Übergänge des Lebens

Oktober 20, 2008 um 9:43 pm | Veröffentlicht in Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar
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Kennt ihr die Momente, in denen ihr ganz deutlich spürt, das sich etwas in euch verändert hat? So als würde in euch ein Schalter umgelegt werden und eine Veränderung ihr Ende finden, die sich schon länger anbahnt.

Heute Abend ist für mich ein solcher Moment. Ich weiß nicht genau was sich verändert hat oder warum, aber ich spüre ganz deutlich, das heute Abend ein Übergang für mich ist. Mit „Übergang“ meine ich den Punkt, an dem ein Abschnitt endet und ein neuer beginnt, der Punkt, an dem ich bereit bin für den neuen Abschnitt, für das was kommt. Ich weiß nicht warum es gerade heute Abend ist, aber ich spüre eine solche innere Ruhe, eine Abgeklärtheit und Sicherheit in mir.

Veränderungen geschehen nicht über Nacht und auch diese hat sich, rückblickend betrachtet, wahrscheinlich schon länger angekündigt. Dennoch ist sie mir erst heute bewusst geworden. Was immer es ist, ich bin sehr gespannt darauf es zu erleben und mich von Gott führen zu lassen.

Das war heute ein sehr philosophischer, Tagebuch ähnlicher Eintrag. Irgendwie musst der heute so sein. Mal schauen warum :-).

Planung vs. Leben? – Die feine Grenze

Oktober 13, 2008 um 8:43 pm | Veröffentlicht in Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar
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Eigentlich wollte ich heute einen ganz anderen Post schreiben. Das Thema sollte „Back to analog?“ heißen und sich mit den Vor- und Nachteilen von elektronischen und Papier Hilfsmitteln beim organisieren beschäftigen.

Doch wie heißt es so schön: „Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.“ Da stolpere ich doch gerade eben über einen mehr als lesenswerten Artikel bei Thorsten drüben auf macoholic. Der Artikel hat einen ähnlich unverständlichen Titel wie der heutige Artikel hier ;-), er lautet: „“Ich bin zufrieden damit“ und gehe die kleinen Schritte auf meinem Weg“.

„Äh was?“ Diese Frage wird wohl unweigerlich kommen es sei denn, man hat die letzten Wochen über die Artikel bei Thorsten und seine „Zen-Reise“ weg von der übertriebenen Organisation und hin zu einer einfachen, für ihn funktionierenden Form der Ordnung bzw. des kreativen Chaos verfolgt. Als treuer und regelmäßiger Leser und Gastautor bei Thorsten habe ich seine Zen-Reise (der Begriff stammt von mir aber ich finde ihn super passend) aufmerksam verfolgt und, leider, sehr viele Parallelen zu mir festgestellt.

Schon als Thorsten und ich uns vor einiger Zeit in Stuttgart getroffen hatten habe ich fest gestellt, dass ich doch einiges an „Fehlern“ wiederhole, die Thorsten in seiner Sturm und Drang Zeit auch gemacht (nicht das diese Zeit für ihn schon vorbei wäre, auf keinen Fall!). Und auch in seiner Veränderung weg von der Elektronik und (zu) ausgefeilten Ordnungssystemen hin zu einem ganz einfachen, wirklich basic system habe ich vieles von mir wieder erkannt. Daher kommt auch der Titel des heutigen Posts. Thorsten hat in den letzten paar Artikeln sehr ausführlich beschrieben wie sehr er sich der Organisation um ihrer selbst willen zugewandt hatte. Und wer das jetzt nicht glaubt möge sich bitte die Artikel der, sagen wir mal letzten 6 Monate durch lesen. Unter dem Gesichtspunkt der „Organisation als Selbstzweck“ gelesen wirken viele Artikel auf einmal ganz anders.

Nun ist es ja nicht so, dass ich ein unbeschriebenes Blatt in dieser Hinsicht bin, ganz und gar nicht. Vor kurzem habe ich mein eigenes System in einem Gastpost bei Thorsten beschrieben. Und wenn man den Artikel genau liest sieht man folgendes:

Außerdem brauche ich meine Aufgaben “immer am Mann”, da ich in den letzten Wochen gelernt habe, auch kleine Zeitlücken, wenn ich möchte, produktiv zu nutzen und das geht eben nur, wenn ich weiß, was ich wann wo erledigen kann.

Ähm, Moment woher kenne ich das denn? Jawohl, richtig geraten, etwas sehr ähnliches hat auch Thorsten in seinem heutigen Post beschrieben. Was mich zu der Frage führt, aus der heraus der heutige Artikel überhaupt entstanden ist: Übertreibe ich die Planung vielleicht? Spiele ich Planung und Leben wirklich gegeneinander aus? Also wie der Titel sagt „Planung vs. Leben“? Behinderte meine Struktur spontane Entscheidungen und Genuß oder macht sie das vielleicht gerade erst möglich?

Struktur und System können einerseits sehr einengend, belastend, beschränkend wirken wenn sie übertrieben werden und man sklavisch an ihnen festhält. Andererseits kann eine gewisse Struktur auch zu neuer Freiheit und Unbeschwertheit verhelfen. Wenn ich so organisiert bin, dass ich alles so weit als möglich im Griff habe, hilft mir das dabei wirklich zu arbeiten wenn ich arbeite und ebenfalls wirklich abzuschalten, wenn ich frei habe.

Wie es im Titel schon anklingt: Es geht darum „die feine Grenze“ zwischen zu viel und zu wenig Organisation und Struktur zu finden, die Grenze zwischen eingeengt und durchgeplant einerseits und vergesslich, chaotisch und völlig ungeordnet andererseits. Ja, das sind zwei Extreme, nein, natürlich kommen die selten in reinster Ausprägung im realen Leben vor. Dennoch pendeln wir mehr oder weniger stark zwischen diesen beiden Polen. Für manche Menschen ist das kein Problem, sie haben das intuitiv richtig im Griff und steuern rechtzeitig gegen. Wenn ihr zu diesen Menschen gehört: Meinen Glückwunsch! Ich finde es toll wenn jemand das kann. Ich gehöre leider nicht zu diesen Menschen :-(. Ich brauche ein System und eine Ordnung um meine natürlich Faulheit und Verplantheit in den Griff zu kriegen.

Aber muss es so viel sein wie jetzt grade? Ist das schon zu viel oder noch zu wenig? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht, aber ich werde mir in den nächsten Tagen dazu Gedanken machen und dann auch hier darüber schreiben. Danke an Thorsten für diesen Denkanstoß. Morgen kommt aber erst mal ein ganz anderer Artikel :-). Ihr dürft gespannt sein.

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